| Trotz der Popularität der Bierdose hat die Bierflasche
nie an iher Marktmacht eingebüßt. Die umweltfreundlichen 0,5 l-Mehrwegflaschen
erreichen in Deutschland einen Marktanteil von über 60 Prozent.
Insgesamt kommen sie auf rund 80 Prozent Marktanteil im Handel.
Die Tendenz ist aber rückläufig. Eine Bepfandung von Einwegware
wird bei dieser Entwicklung immer wahrscheinlicher.
Die einzigen bemerkenswerten Änderungen bei den Glasflaschen
haben vorwiegend der Schönheit und Bequemlichkeit gedient. Die
alte, schwere Pfandflasche wurde in den meisten Märkten in Deutschland
durch die schlanke NRW-Flasche ersetzt. Der Plop-Verschluß wich
dem Kronkorken oder den ganz neuen Aufreißverschlüssen a la
Veltins. Die hübsche, nostalgisch anmutende Bügelverschlußflasche
ziert nur noch wenige Spezialitäten (Flensburger). Derzeit im
Trend liegt die Longneckflasche, aus der sich das Bier dank
langen Flaschenhals gut und direkt aus der Flasche trinken läßt.
Nicht nur eifrige Anhänger des Bieres im Glas argumentieren
zugunsten der Flaschen, diskutiert wird auch über Flaschengrößen
(0,33 l oder 0,5 l) und -formen. Ob Longneck oder NRW-Flasche,
ob Kunstformen oder 3-Liter-Krüge, letztendlich ist es eine
Frage des Geschmacks und der persönlichen Vorlieben. Heute werden
Dutzende Bierflaschenformen von allen Brauereien rund um die
Welt verwendet; manche sind kurios und haben grosse Öffnungen
(wie Mickey's Big Mouse) andere sind gezwirbelt (wie bei Wedelbräu).
Solange Bier nicht in Plastikflaschen angeboten wird, kann es
mir nur recht sein.
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