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KEG-Parties

Sie werde nicht häufig Bier im Faß kaufen müssen, aber mindestens einmal pro Jahr ergibt sich die Gelegenheit dazu. Sei es für ein Picknick, Vereinsfest, einen runden Geburtstag (20, 30, 40 oder 50) oder ein Grillabend. Der einzige Weg außerhalb der Kneipe ein wirklich frisches Bier zu genießen, ist der Griff zum Faß.

 

Es gibt sie in verschiedenen Größen. Populär sind die 5-Liter Dosen; sie müssen schnell geleert werden. Die "Zapfanlage" ist bei dieser Größe primitiv und einfach. Ein einschiebbares "Hähnchen" am Sockel aus dem das Bier rausfließt und ein kleines Sauerstoffloch auf dem oberen Deckelrand genügen, das Bier fließen zu lassen. Sie sind auch nur für kleinere Feste geeignet.
Hier ein paar Tips für eine gelungene KEG-Party:
  • Überprüfen, ob Sie, daß Sie den richtigen Hahn für Ihr Faß zur Verfügung haben, wenn
    Sie sich ein Faß ausleihen. Behandeln Sie die Hahnausrüstung mit Obacht, damit Sie
    keine Rückvergütung an den Verleiher zahlen müssen.
  • Das neue 12,5 Liter Keggy ist eine gute Alternative zur bislang beliebten 5 l-Dose.
    Achtung: an der Dose besteht Verletzungsgefahr durch unsachgemäße Handhabung.
  • Das Bier bis zum Ausschank so kühl halten, wie möglich. Notfalls in eine Wanne mit kaltem Wasser stellen, oder mit feuchten Tüchern abdecken.
  • Die ersten Gläser schäumen stärker als die nachfolgenden. Es sind meist weniger, wenn dem Bier im Faß nach dem Transport ein wenig Ruhe vergönnt war. Füllen Sie die ersten Gläser langsam.
  • Sollte Ihr Faß vor der Rückgabe nicht ganz leer geworden sein, dann schütten Sie das Bier nicht einfach weg. Füllen Sie damit ein paar saubere, leere Plastikkrüge (z.B. für Milch) und stellen Sie diese abgedeckt in den Kühlschrank. Trinken Sie das Bier in den nächsten ein bis zwei Tagen.

    Bei größeren Parties helfen nur echte KEG-Fässer. Sie gibt es mittlerweile ab 12,5 Liter, bei 50 l ist Schluß. Gängig sind vor allem 20 und 30 l-Fässer. Benötigt wird hier eine professionellere Ausschankanlage mit frischer Kohlensäurezuführung. Als Innovation gilt die 12,5 l- Variante. Drei im Internet präsente Brauereien haben sie im Programm: Hoepfner, Schmucker und Flensburger führen das neue 12,5 Liter Mehrweg-Keggy-Faß. Es bietet auch Gastronomen mit geringen Bierausschankmengen, wie Bars, Restaurants und Hotels, die bislang auf Flaschen setzen mußten, eine gute Chance frisch gezapftes Bier den Gästen auszuschenken. Das Mini-Faß kommt ohne pflegebedürftige Ausschankanlage aus, paßt sogar in jeden Kühlschrank.
    Ein Faß zu kaufen, sprich auszuleihen, ist heute wirklich einfach; es zu transportieren dagegen schon schwieriger.
    Die grossen KEG-Fässer

sind tatsächlich sehr schwer, wiegen leicht 75 Kilo. Da kann man sich als Ungeübter schnell einen Bruch heben. Das notwendige Zubehör zum Bierzapfen (Ausschankanlagen) stellen viele Händler zu günstigen Preisen leihweise zu Verfügung. Achten Sie darauf, daß sie gut gepflegt sind und sauber aussehen, behandeln Sie diese so als wäre es ihre eigene. Unsaubere Leitungen sind des Bieres Tod und Keime schaden dem Biergenuß. Wer ganz sicher gehen will und öfters eigene Feste arragiert, kann sich auch eine eigene Profizapfanlage zulegen. Dies ist aber kein billiges Vergnügen und äußerst pflegeaufwendig. Überlassen Sie diese Arbeiten lieber dem Fachmann!

 

Die zehn größten Faßbiermarken Deutschlands

 
Marke
Sorte
Faßbierausstoß in Tsd. Hl
Anteil in % am Gesamtausstoß der Marke
Bitburger
Pils
1.270
31
Warsteiner
Pils
1.190
22
Krombacher
Pils
840
18
König
Pils
800
36
Veltins
Pils
600
26
Diebels
Alt
420
26
Jever
Pils
320
20
Gaffel
Kölsch
300
75
Herforder
Pils
290
30
Fürstenberg
Pils
270
35
Quelle: Unternehmensangaben / Veröffentlichungen

Faß ohne Boden

Wußten Sie schon, ....daß es eine Sonderbriefmarke zum Hopfenanbau gibt? Nach "Brauanlage" und "450 Jahre Reinheitsgebot" kam jetzt als dritte Bier-Briefmarke "Über 1.100 Jahre Hopfenanbau in Deutschland" dazu. Ob die vierte Marke das "Faß" zum Thema hat? Hoffentlich nicht ohne Boden.

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Quelle: BIER FÜR DUMMIES dt. Ausgabe D.Kann, H. Latz-Weber und G.Mühlwitz
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