| Jetzt sind wir am spannensten Teil angekommen
- dem Geschmack. Unsere Zunge hat für jede Geschmacksrichtung
bestimmte Zonen (süß, sauer, bitter und salzig). Umspülen
Sie Ihre Zunge ein wenig, so daß jede Ecke etwas abbekommt.
Nur so sind Sie in der Lage die volle Bandbreite Ihrer Geschmacksner-ven
auszureizen. Aber man kann auch übertreiben - vermeiden Sie
Gurgelgeräusche. Lauthals gurgelnde Weinkenner sind schon
des Guten schon zuviel.
Versuchen Sie zu unterscheiden zwischen dem ersten Geschmackseindruck,
der entsteht, wenn das Bier Ihre Zungenspitze berührt und
dem Hauptgeschmack oder wahren Geschmack, der unter Zuhilfenahme
aller Zungenpartitionen ge-schmeckt werden kann. Gutes Bier
ist komplex. Sie werden eine Bandbreite verschiedener Geschmacksnuancen
entdecken - sogar in einem einzigen Bier.
Anschließend kommt der Abgang - der Eindruck, den das
Bier beim gemächlichen Vorbeimarsch im Rachenraum hinterläßt
und sich mit dem auf der Zunge verbleibenden Nachgeschmack zum
Finish vereint.
Wie das Aroma stammt der Geschmack aus Malz, Hopfen und Gärung
- in einem guten Bier in ausgewogenem Verhältnis.
Ex und hopp
Ein beliebter Volkssport, vor allem bei jüngerem Publikum,
ist das Spielchen Ex und hopp. Man prostet sich mit benannten
Worten zu und führt das Glas in einer möglichst schnellen
Bewegung zum Lippenrand, neigt Kopf und Glas zügig nach
hinten während man sämtliche Schleusen Richtung Magen
öffnet. Die Devise ist nicht Schlucken, sondern herunterlaufen
lassen. Manchmal so-gar an Kinn und Kleidung. Wer zuerst das
Glas geleer hat, knallt es lautstark auf die Theke (oder wirft
die leer Dose über die Schulter). Der Verlierer, der letzte
also, bezahlt die Runde. Das hat mit Biergenuß ziemlich
wenig zu tun und noch weniger mit Trinkkultur, also keine geeignete
Methode um Bier zu Probieren.
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