Der ausländische Bierabsatz in Deutschland
beträgt laut Statistik des Deutschen Brauer-Bundes 3,2 Mill.
hl. Der Marktanteil liegt damit bei rund 3 Prozent. So zumindest
die offiziellen Angaben. Hinzu rechnen muß man wohl - wie
bei so vielem im Leben - die Dunkelziffer. Gerade zwischen
den skandinavischen Ländern und Deutschland floriert der
"Grenzverkehr" - vor allem in Richtung der skandinavischen
Länder. Dort ist die Alkoholsteuer so hoch, das es sich
für die meisten Skandinavier lohnt nach Deutschland zu fahren,
um dort in Skandinavien gebrautes Bier zu kaufen!
Das meiste ausländische Bier fließt aus Dänemark mit
rund 1,07 Mill. hl Richtung Deutschland. Und das ohne
Tuborg, was bei Hannen in Mönchengladbach gebraut wird.
Rund 542.000 hl kamen aus den Niederlanden, wobei sicherlich
einige reimportierte Dosenbierlieferungen mit dabei sein
dürften. Auf Platz 3 hält sich wacker die tschechische
Republik mit knapp 493.000 hl. Bier aus den USA kommt
nur teilweise auf direktem Wege zu uns, so daß die Zahlen
hier keine Bedeutung haben. Amerikanische Biere landen
oft zunächst in Irland und Großbritannien, bevor sie ihre
Weiterreise innerhalb der EU antreten, oder sie werden
sogar dort gebraut.
Die deutsche Bierausfuhr pendelt übrigens bei 9,4 Mill.
hl. Tendenz steigend. Deutschlands Biere scheinen auch
im Ausland immer mehr Fans zu finden. Zwei Drittel davon
flließen allerdings "nur" in die europäischen
Nachbarländer, vor allem in Richtung Italien, Großbritannien
und Frankreich. Weltweit sind Deutsche Brauer mit rund
1,4 Mill. hl besonders in den USA präsent. Auf Platz 2
folgt Frankreich mit 1,1 Mill. hl.