| Statistisch betrachtet ist Deutschland ein Pils-Land.
Rund zwei Drittel der deutschen Biere sind Pilsener Brauart. Böse
Zungen behaupten, dieser Umstand schränke die vielgerühmte
deutsche Biervielfalt ein, vor allem weil alle Biere ja gemäß
deutschem Reinheitsgebot auf den gleichen Zutaten basieren. Wir
kön-nen nur entgegnen: Schon mal jedes deutsche Pils probiert?
Was ist ein Pils? werden Sie jetzt fragen oder vielleicht
Worin unterscheidet sich ein Pils von einem Alt, Kölsch,
Lager, Export, Weizen oder Ale?
Pils ist ein hopfenbetontes, helles Bier untergäriger
Brauart. Andere Biere sind zwar auch untergärig gebraut
- z.B. Lager und Export (Amerikaner ordnen unser Pils bei den
Lagerbieren ein), aber weniger stark gehopft.
Für die untergärige Brauart werden für die
Gärung Temperaturen zwischen 4 und 9 Grad Celsius benötigt.
Diese Brauart konnte also erst seit der Erfindung der industriellen
Kühlung Mitte des letzten Jahrhunderts seine weite Verbreitung
finden.
Alt, Weizen, Kölsch und Ale sind nach der alten Brauart,
also obergärig gebraut.
150 Jahre Pils
1842 wurde nach einem Rezept des bayrischen Brauers Josef
Groll in Pilsen, (im heutigen Tschechien, damals gehörte
die böhmische Stadt zu Österreich) das erste Bier
Pilsener Brauart ausgeschenkt. Die Preussen waren es, die dem
Pilsener Bier zum Durchbruch auf deutschem Boden verhalfen.
zurück
|