| Die Deutschen gehören weltweit zu den Spitzenreitern
im Bierkonsum. 1997 hat statistisch gesehen jeder Deutsche rund
131 Liter (meist) Goldblondes seine Kehle hinabfließen lassen,
lediglich übertrumpft von den Tschechen mit 160 Liter pro
durstiger Kehle. Aber wir arbeiten daran. Prost!
Dennoch wird zu selten beachtet, was da eigentlich am Gaumen
vorbeifließt. Das hat kein Bier verdient.
Bestellen Sie nicht einfach ein Bier - schließlich bestellen
sie ja auch nicht was zu essen, beweisen Sie Klasse, bestellen
Sie ein Pils, ein Kölsch oder ein Lager, wenn Sie nicht
wissen, ob die bevorzugte Hausmarke geführt wird - obwohl
das verwunderlich wäre, den an deutschen Gasthäusern
wird mindestens eine Biermarke per Außenwerbung angeboten.
Aber auch ein Blick in die Getränkekarte kann zur angenehmen
Überraschung werden, den in vielen Fällen sind mehrere
Biere aufgelistet; mit Glück nicht nur verschiedene Marken
sondern auch verschiedene Sorten. Und denken Sie daran: Als
Autofahrer kann auch ein alkoholfreies Bier eine bekömmliche
Alternative für Geschmack und Führerschein sein -
nicht immer, aber immer öfter!
Alle Bier Sinne beisammen
Natürlich sollte man nicht nur die Geschmacksnerven arbeiten
lassen. Das Auge und die Nase trinken schließlich mit.
Die Farbpalette reicht von einem hellgelb bis schwarz. Die Trübung
von blank bis hefetrüb. Aber auch der Kohlensäuregehalt,
die Schaumkrone, die Schaumkonsistenz, Geruch und Temperatur
spielen eine wichtige Rolle bei der Begutachtung eines Bieres.
Echte Profis unterscheiden übrigens bei der Bierprobe den
ersten Eindruck, den Haupt-Geschmack und das Finish.
zurück
|